Der Logenplatz über dem Tal: Silvester bei Kalli
Manchmal sind die spontanen Entscheidungen die besten. Die Sehnsucht nach der Freiheit auf Rädern packte uns kurz vor knapp, und so stand fest: Der Jahreswechsel wird im Wohnmobil verbracht. Mit dabei waren Jutta und Diego – unsere Freunde, mit denen wir erst im Sommer die raue Schönheit Südnorwegens geteilt hatten.
Doch die Vorzeichen standen schlecht. Im Radio lief eine Sendung, in der eine Camperin meinte: „Alle Plätze am Wohnmobilstellplatz Forellenhof Reuß wären restlos ausgebucht.“ Ein kurzer Moment des Zweifels, dann der Griff zum Telefon. Am anderen Ende meldete sich Kalli. Sein herzliches „Kommt einfach vorbei, wir finden schon ein Plätzchen für euch“ war das erste kleine Neujahrswunder.

Ein Empfang wie bei Freunden
Als wir auf den Platz rollten – den wir liebevoll nach seinem Besitzer einfach nur „bei Kalli“ nennen –, trauten wir unseren Augen kaum. Kalli hatte nicht nur irgendeinen Platz gefunden, sondern uns einen echten Logenplatz reserviert. Vor unseren Windschutzscheiben breitete sich das Panorama von Diebach und Hammelburg aus wie auf einer Postkarte. Es ist genau diese Herzlichkeit, die diesen Ort ausmacht: Man ist hier nicht einfach eine Nummer, man gehört dazu.
Nachdem die Stützen ausgefahren und die Mobile in Waage gebracht waren, kehrte Ruhe ein. Ein kurzer Spaziergang, um die frische Winterluft zu atmen, dann dampfte der Kaffee in der gemütlichen Runde mit Jutta und Diego.
Das Beste an diesem Ort? Die absolute Stille. Auf dem Platz herrscht ein strenges Böllerverbot. Ein Segen – nicht nur für die vielen Hunde, die entspannt in ihren Körbchen schlummerten, sondern auch für uns. Wir genossen die Abwesenheit von Lärm und Hektik. Ein kurzes Nickerchen am späten Nachmittag sorgte für die nötigen Energiereserven, um gebührend in das neue Jahr zu feiern.
Feiern ohne Linse
Der Silvesterabend wurde so, wie man es sich nur wünschen kann: Wir saßen zusammen, erzählten von alten Reisen und schmiedeten Pläne für das neue Jahr. Als die Uhren Mitternacht schlugen, stießen wir an und beobachteten das Feuerwerk, das tief unten im Tal über Hammelburg den Himmel bunt färbte, während es bei uns oben friedlich blieb.
Ich traf an diesem Abend eine bewusste Entscheidung: Die Kamera blieb in der Tasche. Keine Suche nach dem perfekten Fokus, kein Blick durch den Sucher. Nur der Moment, das gute Essen und die guten Gespräche, die bis in die frühen Morgenstunden andauerten.
Der Zauber des Neujahrsmorgens
Als wir am Neujahrstag die Verdunkelungen hochschoben, war es neben uns wie erwartet bereits leer. Der Alltag hatte Jutta und Diego aus beruflichen Gründen nach Hause geholt. Wir aber hatten das Privileg zu bleiben.
Die ersten Tage des Januars gehörten der Entschleunigung. Wir ließen das neue Jahr ganz gemütlich angehen. Mal eine kleine Wanderung durch die winterliche Landschaft, mal ein ausgiebiger Spaziergang – und ansonsten einfach nur den Blick aus dem Fenster auf die weite Aussicht genießen.







Am Sonntag hieß es auch für uns: Abschied nehmen und die Heimreise antreten. Gerade als ich die Winterabdeckung vom Fahrerhaus nahm, bogen plötzlich gute Freunde von uns um die Ecke. Karin und Rudi waren ebenfalls auf dem Rückweg und wollten es sich nicht nehmen lassen, uns spontan zu besuchen. Wir hätten die Zeit liebend gerne um ein oder zwei Tage verlängert, um noch gemeinsam mit ihnen zu bleiben, aber Tine hatte am Montag leider bereits einen festen Termin.
Kurze Beschreibung vom Stellplatz
Der Stellplatz liegt terrassenförmig an einem Südhang und bietet einen fantastischen Weitblick über das Saaletal. Es ist ein sehr naturnaher, familiengeführter Platz, der besonders durch seine entspannte Atmosphäre und die vielen Tiere (Lamas, Esel, Ziegen, Hühner) besticht.





Es gibt ca. 65 Stellplätze, Untergrund: befestigter Schotterrasen, weitgehend eben. Für Wohnmobile (auch über 8m) und Wohnwagen geeignet. Sanitärgebäude mit Duschen, WCs, Waschbecken und einer Spülküche. Strom (10A) direkt am Platz, zentrale Ver- und Entsorgungsstationen für Frischwasser, Grauwasser und Chemie-WC.
Direkt am Platz befindet sich die Gaststätte „Ausblick am Forellenhof“ mit Biergarten (bekannt für Pizza aus dem Steinofen und regionale Gerichte).
Links:
Stellplatz und Gaststätte
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Transparenz-Hinweis:
Mir ist wichtig, dass ihr hier echte Berichte von meinen Touren bekommt. Da ich kein gelernter Autor bin, nutze ich gelegentlich KI-Tools wie Gemini, um meine Notizen und Gedanken in eine Form zu bringen, die sich für euch angenehm lesen lässt.
Der Inhalt bleibt aber immer unser eigenes Abenteuer.