Aktuelles: Solar, Batterie und Ladebooster

Schon beim Fahrzeugkauf, hatte ich eine 240 Watt Solaranlage als auch eine zweite Aufbaubatterie mit bestellt, da eine 85 Ah Batterie wie in der Grundausstattung angeboten für ein Fahrzeug in dieser Größe viel zu wenig ist.

Im Auslieferungszustand hatte ich also 160 Ah (2×80 Gel). Zusätzlich habe ich in der Heckgarage eine 235 Ah Solarbatterie (Blei) als auch einen Wechselrichter mit 1500 Watt Dauerleistung eingebaut. Die 235 Ah Batterie wurde bisher nur über ein 220 Volt Ladegerät geladen. Für den Fall dass das Wohnmobil längere Zeit mal nicht bewegt wird und länger nicht über 220 Volt geladen wird, habe ich einen B2B Lader eingebaut, immer wenn die Spannung der Wohnraumbatterien über 13,7 Volt (entweder durch Solar oder Lichtmaschine) gestiegen ist, hat der B2B Lader die 235 Ah mit 3 Ah versorgt. Das reicht natürlich als Erhaltungsladung, aber größere Entladungen kann man so natürlich auf Dauer nicht ausgleichen.

Da ich die 235 Ah ausschließlich für die interne 220 Volt Versorgung verwende, wollte ich die Batterie nicht mit dem vorhanden Stromnetz verbinden. Daher habe ich mich entschlossen eine zweite Solaranlage zu installieren welche nur die Zusatzbatterie lädt.

Die zusätzliche Solaranlage besteht aus zwei Monokristallinen Solarmodulen mit je 80 Watt Leistung. So sind jetzt zwei völlig von einander unabhängige Systeme eingebaut. Der Vorteil bei diesem System besteht darin, dass die Gel Wohnraumbatterien (Update: April 2021 jetzt LifePo4) nicht durch extreme Belastungen wie Kaffeemaschine, Mikrowelle, Föhn und Staubsauger belastet wird. Die für die 220 Volt Inselanlage verwendete Bleibatterie verkraftet hohe Entladeströme besser als eine Gel Batterie und außerdem ist so sichergestellt, dass die Standard Bordbatterie praktisch nie leer wird. Sollte die 220 Volt Anlage nicht mehr funktionieren, weil die 235 Ah Batterie leer ist, dann ist das kein großes Problem, auf Kaffeemaschine und Mikrowelle kann man auch mal verzichten. Beim Föhn bin ich mir da allerdings nicht so sicher. 😉
Nach dem Einbau der zweiten Solaranlage, habe ich den B2B Lader mit der Starterbatterie verbunden, somit wird bei längeren Fahrten, die 235 Ah Batterie zusätzlich auch von der Lichtmaschine mit geladen.

Update: Die 235 Ah Batterie wurde zwischenzeitlich durch eine 185 Ah Blei-Säure Batterie ersetzt.
Update: August 2020 zwischenzeitlich wurde der Bleiakku durch einen Lithium Eisen Phosphat Akku ersetzt. Link 

Update: April 2021 ich habe die Corona-Zeit (in der das Verreisen ja schwierig ist), genutzt und habe einige weitere Umbauten an der Stromversorgung vom Wohnmobil vorgenommen. Die zwei Gel Batterien 2×80 Ah wurden durch den bisher in der Heckgarage installierten LifePo4 Akku mit 120 AH ersetzt. In die Heckgarage wurde dafür ein 172 Ah LifePo4 Akku eingebaut. Des weiteren wurde ein Ladebooster mit einer Leistung von 30 A eingebaut. Dieser Ladebooster lädt während der Fahrt die erste Wohnraumbatterie. Da in unserem Wohnmobil keine Lichtmaschine mit sogenannter Intelligenter Steuerung eingebaut ist, wäre der Ladebooster vielleicht nicht unbedingt notwendig gewesen. (Hier ein interessanter Beitrag passend zum Thema von Promobil). Ich wollte aber nicht riskieren, dass während der Fahrt extrem hohe Ströme fließen, was passieren kann, wenn die LifePo4 Bordbatterie mal sehr tief entladen wurde. Bei YT-Tube findet man dazu einen interessanten Beitrag von “JayBe Outdoor TV” hier der Link. Außerdem verfügt der Ladebooster über einen Temperatursensor, welcher an dem LifePo4 Akku angebracht ist. Somit ist sichergestellt, das der Akku auch bei extrem niedrigen oder hohen Temperaturen immer mit der richtigen Ladekennline geladen wird. Das vorhandene 220 Volt Ladegerät bleibt angeschlossen obwohl es nur eine Ladekennline für Blei/Gel hat. Es kann bei Anschluss an Landstrom die Versorgung der Verbraucher abdecken, das die Ladeentspannung nicht für die LifoPo4 eingestellt werden kann, stört mich nicht, da ich ein zusätzliches für LifePo4 passendes Ladegerät installiert habe. Der in der Heckgarage verbaute 172 Ah LifePo4 wird wie der vordere Akku auch, im Stand über Solar, während der Fahrt über einen zuschaltbaren Ladebooster und am Landstrom über ein 30 Ah Ladegerät geladen. Viele sind vielleicht der Meinung, die Anlage wäre überdimensioniert. Das mag wohl sein, im Sommer erzeugt alleine die Solaranlage mehr als ausreichend Strom, wie die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt. Da wir aber auch im Winter unterwegs sind und am Stellplatz zu Hause keine Lademöglichkeit haben, habe ich lieber eine etwas zu groß dimensionierte Anlage als das ich dauernd hoffen muss ob mein Strom wohl reicht. Außerdem ist in den nächsten ein zwei Jahren eine Norwegentour im Winter geplant und da werden wir sicherlich öfter mal mehrere Tage ohne Landstrom auskommen müssen.

Das nächste was ich einbauen werde, ist ein LCD-Batterie-Computer zur Überwachung des 172 Ah LifePo4 Akkus, denn anders als bei herkömmlichen Akkus lässt sich bei einen LifePo4 Akku der Ladezustand nicht anhand der Spannung abschätzen, da diese fast bis zum Schluss recht stabil bleibt um dann wenn die Energie zur Neige geht, ziemlich abrupt abzufallen. Für den 120 Ah Akku ist ein LCD-Batterie-Computer nicht nötig, da dieser den Ladezustand via Bluetooth anzeigt. Update, 01.05.2021 der LCD-Batterie-Computer ist eingebaut. Nun warte ich darauf, dass die Stellplätze wieder öffnen, um das System zu testen. Ich werde dann weiter berichten.

Fortsetzung folgt…